Sicher oder nicht? Die digitale Geldbörse

Mit Bargeld oder mit Karte? Eine beliebte Frage, wenn man seinen Einkauf im Supermarkt bezahlen will. Doch in absehbarer Zeit wird wohl bei dieser Fragestellung noch eine weitere Bezahlmethode hinzukommen – das Smartphone. Denn nun kann das Smartphone auch zur digitalen Geldbörse umfunktioniert werden.

Aber wie sicher ist der Bezahlvorgang mit dem Handy? Natürlich mag es praktisch sein, nun fast alles mit seinem Smartphone machen zu können. Jedoch ist es ratsam, sich im Vorfeld mit den möglichen Gefahren auseinanderzusetzen.

Blickt man jedoch hinter die Kulissen, so wird man überraschenderweise feststellen, dass der Bezahlvorgang mit dem Smartphone recht sicher ist – fast schon sicherer als mit Bargeld.

Noch kommt das Smartphone kaum zum Einsatz

Jetzt übernimmt das Smartphone also auch schön langsam die Rolle des Geldbeutels. Klingt im ersten Moment auch sehr praktisch. Doch noch hat sich diese Form des Bezahlvorgangs nicht so richtig durchgesetzt. Denn folgt man den Ergebnissen einer von PwC Strategy& durchgeführten Umfrage, so nutzen gerade einmal erst 5 Prozent der Deutschen diese neuartige Möglichkeit.

Das liegt aber nicht daran, weil es sich hier um einen komplizierten oder herausfordernden Vorgang handelt, sondern vielmehr an dem Umstand, dass der Deutsche nur selten aufgeschlossen gegenüber neuen Technologien ist. Schlussendlich mag das Sparbuch noch immer eines der liebsten Finanzprodukte im Land sein – und das ist mit Blick auf die Niedrigzinsphase und dem Umstand, dass es doch ein paar vielversprechende Alternativen gibt, kaum nachvollziehbar.

Möchte man mit seinem Smartphone an der Kasse bezahlen, so ist die entsprechende App zu öffnen und sodann das Smartphone wenige Zentimeter vor das Terminal zu halten. Ab einer bestimmten Summe muss der Bezahlvorgang bestätigt werden – etwa per Fingertouch oder Face-ID.

Passende App runterladen, installieren und Anweisungen befolgen

Bevor man sein Smartphone in ein digitales Portemonnaie verwandelt, ist es wichtig, ein paar Vorkehrungen zu treffen. Man benötigt natürlich eine App. Android-Nutzer können hier entweder die im Google Play Store verfügbare Google Pay App nutzen oder auch die Anwendung der Hausbank installieren. Letztlich kann der Nutzer dahingehend entscheiden, welche App ihm persönlich „sympathischer“ ist.

iOS-Nutzer haben hingegen keine Wahl. Für das iPhone gibt es nur Apple Pay – Fremdanbieter, also spezielle Apps von Banken, werden nicht akzeptiert. Aufgrund der Tatsache, dass Apple Pay aber von immer mehr Banken akzeptiert wird, öffnet sich nun auch die Möglichkeit für iOS-Nutzer, mit dem Smartphone bezahlen zu können. Hat die Bank nämlich Apple Pay abgelehnt, so war es nicht möglich, seinen Einkauf mit dem Smartphone zu bezahlen.

Hat man die entsprechende App runtergeladen und installiert, so geht es um die Hinterlegung der Kreditkartendaten bzw. Bankdaten. Nach Abschluss der Einstellungen kann das Smartphone sodann genutzt werden, um im Supermarkt den Einkauf zu bezahlen.

Bezahlvorgang ist sicher

Doch natürlich geht es auch um die Frage, welche Daten im Zuge des Bezahlvorgangs übermittelt werden. Da hier die Near Field Communication zum Einsatz kommt, die sogenannte NFC-Technologie, muss man sich keine Sorgen machen. Denn bei jedem Bezahlvorgang werden individuelle Tokens erzeugt. Das heißt, es geht eigentlich nur um die ersten Ziffern der hinterlegten Kreditkartendaten. Die weiteren Ziffern werden durch ständige Neugenerierung immer neu erstellt. Auch die letzte Ziffer, die die Rolle der Prüfziffer übernommen hat, ändert sich ständig. Somit mag das Risiko einer möglichen Ausspähung bei der Übermittlung von Daten ausgesprochen gering sein.

So gibt es einige Experten, die sogar der Meinung sind, das Bezahlen mit dem Smartphone ist sicherer als mit der Kreditkarte.

Der Benutzer trägt dazu bei, wie hoch das Sicherheitsrisiko wirklich ist

Letztlich spielen natürlich auch die eigenen Sicherheitseinstellungen eine wesentliche Rolle. Das heißt, man sollte das Smartphone absperren, sodass ein Entsperren nur mit PIN, Touch- oder Face-ID möglich ist. So auch, wenn man einen Bezahlvorgang durchführen möchte.

Das Sicherheitsrisiko mag gering sein, wenn man sich dafür entscheidet, mit dem Smartphone zu bezahlen. Jedoch kann es natürlich durch den Nutzer vergrößert werden.

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