Leben im Rollstuhl

Manche Menschen sind so geboren, dass sie bereits von Anfang an in einem Rollstuhl sitzen müssen. In anderen Fällen hat ein Unfall oder eine Krankheit dafür gesorgt, dass man an einen mobilen Untersatz gebunden ist. Doch mit einem Rollstuhl ist man nicht zwangsläufig benachteiligt. Es gibt viele Mittel und Wege, auch mit einem Rollstuhl immer mobil zu sein und von einem Ort zum anderen zu gelangen.

Zudem ist ein Rollstuhl nicht gleich ein Rollstuhl. Es gibt bei Rollstühlen einen großen Unterschied, nicht nur in der Marke, sondern auch im Preis und in einigen anderen Punkten.

Beschäftigen wir uns in diesem Artikel mit Rollstühlen, Menschen mit eingeschränkter Motorik und wie es für sie ist, dieses Leben zu meistern.

Dankbarkeit

Oft kann man feststellen, dass Menschen m im Rollstuhl und Personen mit anderen körperlichen Einschränkungen sehr dankbar sind für das, was sie im Leben haben. Denn auch, wenn sie ihre Beine nicht benutzen können, so haben sie immer noch andere funktionierende Körperteile und wissen ihr Leben zu genießen.

Diese Lebenseinstellung trifft insbesondere auf die Menschen zu, die sich mit ihrem Leben im Rollstuhl arrangiert haben, es akzeptieren und diejenigen, die bereits länger im Rollstuhl sitzen. Wer erst vor kurzem im Rollstuhl gelandet ist, ist natürlich nicht besonders dankbar über die Situation, da ihm nun etwas fehlt. Aber im Rollstuhl zu sitzen, bedeutet nicht, dass das Leben ab jetzt nur noch trist und voller Hindernisse sein wird. Es ist vielmehr ein anderer Lebensabschnitt, auf den man sich einstellen muss.

Die Arten von Rollstühlen

Es gibt mehrere Arten von Rollstühlen, für verschiedene Arten von Patienten. So gibt es zum Beispiel Trippelrollstühle, die für Menschen mit halbseitiger Lähmung gemacht sind. Anders als bei einem herkömmlichen Rollstuhl, ist hier die Sitzfläche oft gezweiteilt und der Patient kann die Sitzhöhe des funkionsuntüchtigen Beines anpassen. Bei einem Mann mit halbseitiger Lähmung verhält es sich so, dass dieser Mensch nur mit einer Hand den Rollstuhl antreiben kann. Das sorgt jedoch dafür, dass man nicht mehr geradeaus fährt, weswegen dieser Patient zusätzlich mit dem funktionierenden Bein aushelfen muss. Dabei gibt er ebenfalls etwas Schwung und lenkt den Rollstuhl gerade aus. Diesen Vorgang nennt man „trippeln“, weswegen dies auch Trippelrollstuhl genannt wird.

Dadurch, dass einer der Beine auf der vorgesehenen Beinablage abgestellt wird, ist der Winkel oft unpassend. Das Bein hängt überwiegend in der Luft, was auf Dauer zu Verspannungen, Muskelkrämpfen oder anderen Schmerzen führen kann. Deswegen ist ein solcher Rollstuhl viel passender. Manche kaufen sich auch stattdessen ein Kissen, um den Höhenunterschied auszugleichen, doch mit einem herkömmlichen Kissen erhöht man jedoch wieder die gesamte Sitzhöhe.

Zudem ist ein Trippelrollstuhl oft mit einer niedrigeren Sitzhöhe ausgestattet, sodass der Patient viel einfacher mit dem Bein den Boden berühren kann.

Wer seine Beine nicht benutzen kann (auch nicht zum Teil) ist mit einem herkömmlichen Rollstuhl besser bedient. Hierbei werden beide Arme zum Lenken und Antreiben benutzt und beide Beine können auf einer Ablagefläche abstellen.

Wer hingegen die Arme nicht großartig benutzen kann oder kaum Kraft in den Armen besitzt, kann auch einen elektronischen Rollstuhl bekommen, den man mit einem Knopf oder Knauf bedient. Diese Rollstühle eignen sich besonders für ältere Menschen und Strecken, die etwas steiler bergauf gehen.

Mit einem Rollstuhl kann man zu starke Neigungen nicht hinauf fahren, aber dank Rampen, Auf- und Abstiegen und ähnlichen Möglichkeiten einen weg, um dennoch von dem einen Ort zum anderen zu kommen. So gibt es zum Beispiel Busse und Bahnen, die über eine spezielle Vorrichtung verfügen, damit auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen besser mitfahren können. Es gibt auch Busse und Fahrgemeinschaften, die sich auf den Transport von Menschen in Rollstühlen spezialisiert haben und über eine Aufzugrampe verfügen, um die Insassen ganz leicht in den Wagen zu bekommen.

Darüber hinaus gibt es eine Art von Rollstühlen, mit denen man an verschiedenen Sportarten mitmachen kann. Die speziellen Rollstühle für sportliche Anlässe sind in der Regel leichter und bestehen zum Teil auch aus anderen Materialien.

Hierfür ein interessantes Video:

Aufpassen im Alltag

Wer auf einen Rollstuhl angewiesen ist, muss immer auf ein paar Dinge achten, wenn man das Haus verlässt und sich mit jemandem trifft oder anderweitig Termine hat, muss immer darauf achten, dass die Umgebung Rollstuhl gerecht ist. Das bedeutet, der Treffpunkt sollte ebenerdig sein oder sich zumindest mit einer Rampe oder durch einen Aufzug erreichen lassen.

Eigentlich sollte man meinen, dass viele öffentliche Plätze für Menschen mit Gehbehinderung leicht zu erreichen seien, weil alle darauf eingestellt sind. Doch auch in der heutigen Zeit gibt es Lokale, die keine Rollstuhlrampe anbieten oder über einen Fahrzeug verfügen. Das hat nichts damit zu tun, dass sie Menschen im Rollstuhl diskriminieren oder dass sie die nicht in ihrem Hause willkommen heißen. Aber oft sind die Gebäude mehrere Jahre alt und man hat versäumt (oder nicht die finanziellen Mittel gehabt), um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Nachträglich einen Fahrstuhl einzubauen, ist oft nämlich viel teurer (und komplizierter), als ihn gleich ins Gebäude zu implementieren.

Aber auch daran gewöhnt man sich. Es ist ähnlich vergleichbar mit einer Unverträglichkeit. Zu Anfang fällt es einem schwer darauf zu achten und später hat man ein Auge dafür.

Kennt ihr Menschen im Rollstuhl?

Oder seid ihr vielleicht selbst betroffen? Wie nehmt ihr die Menschen in eurer Umgebung wahr und wie, findet ihr, achten die Menschen auf die Personen mit körperlichen Einschränkungen? Habt ihr den Eindruck, die Menschen sind freundlich und umgänglich, oder sind sie unverschämt und müssen die Unzulänglichkeiten immer in den Vordergrund stellen? Oder sind sie zu höflich und bevorzugen einen, nur weil man anders ist. Wie würdet ihr von den Menschen behandelt werden wollen und wie geht es euch mit der Situation?

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