Burnout – wenn alles zu viel wird

Guten Tag allerseits. Heute möchte ich mit euch über ein Thema sprechen, das weit verbreitet ist und viele Menschen in unserer heutigen Gesellschaft betrifft. Nämlich: Burnout. Etwa 15 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage in Deutschland lassen sich auf eine psychische Erkrankung zurück führen. Psychische Erkrankungen sind der zweithäufigste Grund für Arbeitsunfähigkeitstage. Direkt darunter sind Atemwegserkrankungen und auf Platz 1 der Gründe fur Arbeitsunfähigkeitstage sind Muskel- und Skelett-Erkrankungen.

Die Betroffenen von psychischen Erkrankungen kostet die Firmen und den Staat insgesamt fast 3 Milliarden Euro, um sie aufzufangen, damit sie nicht auf der Straße leben müssen.

Was ist Burnout eigentlich?

Bei dem Bournout Syndrom handelt es sich um eine psychische Ernkrankung, bei der einem alles über den Kopf wächst. Sie sind auf der Arbeit und auch im Privatleben von Aufgaben schnell überfordert und es mangelt ihnen auf Dauer an Antrieb.

Wie entsteht Burnout?

Burnout kann – wie die meisten psychischen Erkrankungen – viele Ursachen haben. Manche bekommen es, weil sie Angst um den Arbeitsplatz haben und dadurch Konflikte mit dem Vorgesetzten und den Kollegen vermeiden. Sie sagen zu allem Ja und Amen, obwohl sie anders denken wodurch ein mangelnde Kontroll- und Einflussmöglichkeiten entstehen. Allerdings kann es auch sein, dass man mit dem Vorgesetzten und den Kollegen ständig Ärger hat, wodurch das Betriebsklima sich verschlechtert und man Woche für Woche dem fürchterlichen Klima ausgesetzt ist.

Burnout kann aber auch entstehen, wenn man ständig während seiner Arbeit unterbrochen wird, eine große und verantwortungsvolle Aufgabe unter enomrem Zeitdruck erledigen soll, unklare Erfolgskritieren genannt werden oder die angegebenen Vorgaben nicht erfüllt werden können. Beispielsweise, wenn der Versand einer Fracht unter 100 Euro gemacht werden soll, aufgrund von Menge und Gewicht aber mindestens 200 Euro zustande kommen.

Wie entwickelt sich ein Burnout?

Ein Burnout entsteht nicht von heute auf Morgen. Es ist ein längerer Prozess, der je nachdem in welchem Umfeld sich der Betroffene findet und wie er selbst eingestellt ist, bereits nach wenigen Wochen, bei anderen nach Monaten entstehen kann. Wer kein Blatt vor den Mund nimmt und seinem Vorgesetzten ins Gesicht sagt, dass gewisse Tätigkeiten so nicht gemacht werden können, (wie etwa den Versand der Fracht), wird vermutlich bei einem hitzköpfigen Chef eher gefeuert, als dass er an Burnout leiden wird.

Wer hingegen dazu neigt alles abzunicken, damit er mit dem Chef und den Vorgesetzten keinen Ärger hat, muss früher oder später damit rechnen, dass er sich irgendwann am vielen „Ja“-Sagen kaputt macht. „Sind Sie bereit Überstunden zu machen?“ – „Ja.“; „Übernehmen Sie den Auftrag?“ – „Ja.“; „Fliegen Sie noch heute Paris und klären Sie alles mit den Geschäftspartnern zu klären!“ – „Aber selbstverständlich!“.

In Kombination mit unerfüllbaren Vorgaben, enormem Zeitdruck, ständigen Unterbrechungen, einem miesen Betribsklima oder der Angst vor dem Arbeitsplatz, wird alles nur noch schlimmer.

Generell lässt sich sagen, dass Burnout durch eine Anstrengung hervorgerufen wird, die auf Dauer zu einer Antriebslosigkeit führt. Wird nichts dagegen unternommen, entsteht daraus Verzweiflung – und das ist wiederum der Anfang einer Depression.

Bin ich Burnout gefährdet?

Wie ist es bei dir? Erkennst du dich in einem der genannten Punkte wieder? Hast du das Gefühlt, dir gleitet alles aus den Händen oder dir wächst alles über den Kopf? Hast du die Befürchtung Burnout zu haben, möchtest aber nicht unbegründet zum Arzt gehen? Dann versuche es mit einem umfangreichen und guten Online-Selbsttest.

Es gibt im Internet zahlreiche Tests zum Thema Burnout im Internet. Ich möchte dir diesen Burnout-Test empfehlen, damit du einmal testest ob sich deine Befürchtungen bestätigen oder nicht. Zwar sind Burnout-Tests nicht das Gleiche wie eine Diagnose vom Arzt, aber wenn ein Test zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit an Burnout erkrankt zu sein sehr gering ist, ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein Arzt eine völlig andere Diagnose erstellt. Wenn der Test hingegen zeigt, dass man gefährdet oder sogar extrem gefährdet ist, ist es wichtig einen Arzt aufzusuchen und etwas dagegen zu unternehmen.

Der Test ist jedoch nur so authentisch wie die Antworten, die du gibst. Wenn du in dem Test nicht ehrlich bist, bekommst du auch kein aussagekräftiges Ergebnis.

Kann man Burnout vorbeugen?

Burnout und Depressionen kann man, wie viele andere Erkrankungen (das gilt für körperlich wie seelisch und geistig gleichermaßen), vorbeugen. Zu den vorbeugenden Maßnahmen gehören folgende Punkte:

Punkt 1: Gesundes Essen

Wer sich gesund und ausgewogen ernährt mit zahlreichen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen und dabei viel auf Fertiggerichte, Fast Food, Zucker und ungesunde Fette verzichtet, bekommt nicht nur eine schönere Haut, eine schlanke Figur, gesunde Nägel und Haare, sondern besitzt ein ausgeglichenes Gemüt.

In mehreren Studien und Tests konnte man nachweisen, dass vermehrter (insbesondere übermäßiger) Konsum ungesunder Speisen und Getränke zu Gereiztheit, Depressionen, Traurigkeit, Ungeduld und anderen unangenehmen Symptomen führen kann. Menschen mit einer gesunden Ernährung waren hingegen viel geduldiger, selbstbewusster, glücklicher, ausgeglichener und produktiver.

Hierzu gehört auch, dass man ausreichend trinkt, und zwar hauptsächlich Wasser. Zudem empfehlen Expterten, dass man anstelle von Kaffee Tee trinkt.

Punkt 2: Sport und Yoga

Bewegung ist gut für den Körper. Wir verbrennen überschüssige Kalorien, bauen Muskeln auf und bleiben lange gesund und fit. Außerdem ist Sport ein guter Ausgleich für die Menschen, die beruflich bedingt fast nur sitzen und sich auch in ihrer Freizeit meist nicht bewegen. Wer hingegen viel mit Stress und Hektik zu kämpfen hat, weil man als Vollzeitmami auch noch Vollzeit arbeiten geht und man das Gefühl hat überall anwesend zu sein, sollte es mal mit Yoga versuchen. Yoga ist hervorragend zur Entspannung und eignet sich für jede Tageszeit. Man gewinnt nicht nur an Mobilität, sondern auch an Flexibilität und innerer Ruhe.

Punkt 3: Stressfaktoren vermeiden und eliminieren

Sport, Yoga und gesunde Ernährung wirken aber nur so gut, wie der Stress, dem man ausgesetzt ist. Manche Dinge sind nur stressig, weil man mit ihnen nicht richtig umgehen kann. Andere Dinge sind wiederum stressig – und das in einem Maß, das nicht auszuhalten ist. Wer beispielsweise im Büro ständig und immerzu Stress ausgesetzt ist und das Gefühl hat krank zu werden, sollte sich überlegen, ob er nicht doch einem anderen Beruf nachgehen oder einfach die Firma wechseln möchte.

Es ist verständlich, dass man oft den aktuellen Arbeitsplatz beibehält, weil es einem sicher erscheint – aber wenn man im Endeffekt krank macht, erscheint mir die Arbeit nicht mehr so sicher. Und dir?

Punkt 4: Zeitplan erstellen

Früher habe ich viele Dinge „irgendwie“ gemacht. Heute hab ich dies und jenes erledigt, den anderen Tag habe ich andere Sachen gemacht und habe irgendwie in den Tag hinein gearbeitet. Zwar gab es immer den einen oder anderen Punkt der angefallen ist, aber auf Dauer verliert man den Überblick – insbesondere, wenn man mehr als nur eine Sache erledigen muss. Wie oft habe ich es schon erlebt, dass jemand mich gefragt hat, ob ich Aufgabe XY schon erledigt habe und ich bin plötzlich aus dem Stuhl gefahren, weil ich es völlig vergessen hatte.

Aber mit einem Zeitplan ist es anders. Ich weiß welche Aufgabe ich bis spätestens wann erledigt haben muss – und Dinge, die ich allgemein erledigen muss (oder will), wie etwa das Wäschewaschen, bekommen gar keine Zeitangaben. Wer aber seinen Alltag zeitlich strukturieren möchte, sollte darauf achten, dass er sich Pausenzeiten gönnt und diese auch einhält. Jeder braucht eine Pause.

Genauso solltest du auf alle Fälle deinen Feierabend genießen – auch wenn du die eine oder andere Aufgabe nicht mehr fertig bekommen hast. Das ist kein Grund sich schlecht zu fühlen. Du hast getan was du konntest – und wenn der Chef dich mit einer spontanen Besprechung aufhält, ein Notfall eintritt oder ein wichtiger Anruf eingeht, dann kann niemand etwas dafür. Das ist kein Grund sich zu ärgern und sich damit den Feierabend zu ruinieren.

Punkt 5: Ziele setzen und verfolgen

Das Leben bietet uns viele Möglichkeiten – und jeder hat in seinem Leben andere Ziele. Der eine möchte gerne als großer Coach in die Geschichte eingehen, ein anderer möchte wundervolle Ratgeber oder Romane schreiben, wieder ein andere möchte sich selbstständig machen und viel Geld verdienen. Aber diese und ähnliche Ziele werden wir nur erreichen, wenn wir sie uns setzen, vielleicht sogar schriftlich festhalten, ihnen ein festes (aber realistisches) Zeitfenster geben und daran arbeiten es zu erreichen.

Dabei muss man nicht nur die großen Karriereziele festhalten, man kann auch kleinere Ziele notieren, wie etwa: 5 Kilo abnehmen, täglich Sport treiben, gesünder ernähren oder jeden Tag 1 Stunde lernen.

Wie ist es bei dir?

Glaubst du, dass du an Burnout leidest oder hat ein Arzt es bei dir diagnostiziert? Kennst du jemanden aus deinem Freundes- oder Familienkreis der betroffen ist? Wie war dieser Mensch vor der Kranktheit und wie geht es ihm heute? Erkennst du dich vielleicht bei den Symptomen oder Beispielen wieder? Was hilft dir oder deinen Freunden und / oder Verwandten damit klar zu kommen? Hinterlass mir einen Kommentar mit deiner Geschichte und gib dem Beitrag bitte eine gute Bewertung, wenn er dir gefallen hat.

Des Weiteren wünsche ich dir viel Erfolg in der Zukunft, viel Gesundheit und einen schönen Tag.

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